Welche Anzeige am Tank hängt
Je nach Tank sitzt eine andere Anzeige am Gerät. Ein Peilstab ist ein Stab mit Skala, den man in den Tank hält. Ein Schwimmer-Anzeiger zeigt den Stand an einer Skala am Tankdom, ein Schauglas an der Seite lässt den Ölspiegel direkt erkennen. Neuere Tanks haben zusätzlich ein elektronisches Display im Heizraum, das den Stand in Litern oder als Balken zeigt.
Bei Kunststofftanks im Keller erkennen Sie den Stand meist von außen. Das Material ist leicht durchscheinend, der dunkle Ölspiegel hebt sich ab, sobald Sie mit einer Taschenlampe hineinleuchten. Stahltanks dagegen sind undurchsichtig, dort bleibt nur die Anzeige am Tank. Nehmen Sie beim Ablesen eine gute Lampe zur Hand, denn Heizräume sind meist schlecht beleuchtet.
Steht der Tank außerhalb des Wohnhauses, nehmen Sie Lampe und festes Schuhwerk mit. Der Boden kann nass oder rutschig sein, und im Dunkeln übersieht man leicht eine Stufe. Wie solche Räume aufgebaut sind und worauf Sie auf dem Weg achten, beschreibt Heizraum im Nebengebäude oder Anbau genauer. Bleiben Sie beim Ablesen stehen, und greifen Sie nirgends zu.
Die Zahl richtig lesen
Eine Skala zeigt selten den Stand in genauen Litern.
Manche Anzeiger sind in Vierteln oder Balken geteilt, andere nennen eine Literzahl, die nur für diesen Tanktyp gilt. Lesen Sie den Wert genau ab und schreiben Sie ihn auf. Eine Zahl auf dem Zettel hilft später mehr als der Satz, der Tank sei noch ziemlich voll, wenn die Fachkraft nachfragt.
Ein Rest im Tank heißt nicht, dass die Heizung Öl bekommt. Der Brenner saugt über eine Entnahmeleitung an, die nicht ganz bis zum Boden reicht, damit der Schlamm unten liegen bleibt. Sinkt der Stand tief, kann Luft in die Leitung gelangen, obwohl auf der Skala noch ein Rest steht. Diese Luft muss eine Fachkraft aus dem System entfernen, nicht Sie.
Ölgeruch, Flecken und Feuchtigkeit
- Riecht es im Heizraum nach Öl, nehmen Sie das ernst.
- Stellen Sie Fenster und Türen weit auf und sorgen Sie für Durchzug. Bei Ölgeruch lüften Sie sofort, Abwarten hilft nicht. Prüfen Sie Boden, Tankfuß und Leitungen mit den Augen auf nasse Stellen, ohne etwas zu berühren, und schreiben Sie auf, was Sie sehen.
- Ein Ölfleck unter dem Tank oder an einer Leitung gehört in Fachhände.
- Stellen Sie nichts darunter, was Sie später anfassen müssten. Läuft Öl Richtung Bodenablauf, sagen Sie das sofort am Telefon. Das Wort Leck dürfen Sie ruhig verwenden, die Fachkraft versteht sofort, worum es geht.
- Bei Schwindel, Kopfschmerz oder Übelkeit im Heizraum verlassen Sie den Raum und wählen den Notruf 112.
- Das kann auf Abgas im Raum hindeuten. Schlägt ein Kohlenmonoxid-Melder Alarm, gilt dasselbe auch ohne Beschwerden: Fenster auf, alle aus dem Haus, draußen die 112. Für die Ölheizung gilt, was für alle Brennstoffe gilt: lüften, den Raum verlassen, Hilfe holen und erst danach über die Ursache nachdenken.

Was nach dem Ablesen folgt
Ist der Tank leer, bestellen Sie Heizöl bei Ihrem Händler. Dass die Anlage nach dem Auffüllen nicht von allein weiterläuft, erklärt Ölheizung nach dem Leerfahren oder Tanken im Einzelnen. Daraus ergibt sich auch, warum Sie die Entstörtaste nach Ölmangel gar nicht erst drücken und was stattdessen der Brennerdienst mit der Leitung und der Pumpe macht.
Am Tank im Blick
- Füllstand an Peilstab, Anzeiger oder Schauglas ablesen und aufschreiben.
- Nichts am Tank öffnen, lösen oder mit Werkzeug berühren.
- Bei Ölgeruch Fenster und Türen öffnen und lüften.
- Nach leerem Tank keine Entstörversuche an der Heizung unternehmen.
- Zum Anruf Füllstand, Anzeige und Zugang zum Heizraum bereithalten.
