Warum der Weg zum Heizraum zählt
Ein Heizraum außerhalb des Wohnhauses ist ein eigener Raum mit eigenem Klima.
Die Wärme der Wohnräume erreicht ihn kaum. Er kühlt bei Frost schneller aus, weil die Wärme der Wohnräume fehlt. Brenner, Pumpen und Wasserleitungen sind dort der Kälte stärker ausgesetzt als im Keller. Deshalb ist ein fester Rundgang sinnvoll, bevor der erste Frost kommt, und nicht erst nach einem Ausfall.
Der Raum muss begehbar bleiben. Stapelware, Futtersäcke oder Gartengeräte vor Brenner und Verteiler behindern später die Fachkraft und verdecken Anzeigen. Halten Sie vor dem Brenner einen Meter Platz frei und lagern Sie nichts auf Rohren oder Pumpen. Auch Brennbares wie Papier, Stroh oder Heu gehört nicht an die Anlage, und Lösungsmittel oder Kanister haben im Heizraum nichts zu suchen.
Was Sie im Heizraum ablesen
- Gehen Sie in einer festen Reihenfolge vor.
- Zuerst lesen Sie die Anzeige am Regler ab, danach die Betriebsart und die Uhrzeit. Notieren Sie Störcode und Gerätebezeichnung vom Typenschild. Am Manometer lesen Sie den Druck ab und schreiben den Wert auf. Mehr als ablesen und ansehen ist nicht nötig, und mit dem Zettel fällt die Beschreibung am Telefon leichter.
- Sehen Sie sich Raum und Boden genau an.
- Tropft Wasser aus einer Leitung, schieben Sie eine Schale unter die Stelle und decken Sie angrenzende Wände ab; liegt Wasser auf dem Boden, gehen Sie nicht hinein und schildern es am Telefon. Riecht es nach Öl oder Abgas, öffnen Sie Tür und Fenster und lüften kräftig. Bei Schwindel oder Kopfschmerz verlassen Sie den Raum und rufen den Notruf 112, denn das kann auf Abgas hindeuten.
- Den Heizungsnotschalter finden Sie meist außen an der Tür. Er trennt die Anlage vom Strom. Seine Stellung schauen Sie an, ohne etwas zu schalten oder an der Elektrik zu arbeiten. Was dieser Schalter bedeutet und warum er manchmal versehentlich umgelegt wird, beschreibt Der Heizungsnotschalter vor dem Heizraum genauer. Sagen Sie am Telefon, in welcher Stellung er steht, und ob Sie ihn bedient haben.
Leitungen zwischen Anbau und Wohnhaus
Vor- und Rücklauf führen über den Hof oder unter der Erde zum Wohnhaus. Solche Strecken sind gedämmt, solange die Dämmung trocken und heil ist. Eine nasse oder zerrissene Hülle verliert ihre Wirkung, und Wasser in der Leitung kann bei strengem Frost einfrieren. Sehen Sie bei einem Rundgang nach, ob die Dämmung noch am Rohr anliegt.

Anruf und Zugang vorbereiten
Gefragt wird nach der Anschrift, der Art der Heizung, dem Störcode, dem Manometerwert und dem Zugang. Bei einem Nebengebäude zählt der Weg besonders: Welches Tor, welche Tür, welcher Schlüssel? Beschreiben Sie den Standort so genau, dass die Fachkraft ihn mit etwas Hilfe findet. Nennen Sie auch Hinweise wie Farbe oder Lage des Gebäudes. Beschreiben Sie ihn so genau, dass die Fachkraft ihn ohne Rückfrage findet, vor allem wenn Haus und Anbau verschiedene Hausnummern tragen.
Bei verschlossenem Raum muss der Schlüssel erreichbar sein, auch wenn Sie selbst nicht zuhause sind. Wohnen Sie nicht selbst am Hof, informieren Sie die Person, die dort wohnt oder Zugang hat. Sagen Sie auch, welches Tor offen steht und ob Hunde oder Weidezäune den Weg versperren. So muss die Fachkraft nicht am Zaun rufen.
Bei einer Heizung ausgefallen wird Ihnen auf Anruf ein Heizungsbetrieb aus der Region zugeteilt. Dieser Betrieb prüft die Anlage, und die Rechnung geht an Sie. Was Sie davor tun, ist überschaubar: ablesen, notieren, den Zugang frei halten, Türen zu Rohrräumen offen lassen und die Heizung nicht abschalten. Alles Weitere an Brenner, Gas und Elektrik bleibt der Fachkraft überlassen.
Heizraum im Anbau
- Weg, Licht und Schlüssel zum Heizraum vor dem ersten Frost prüfen.
- Vor Brenner und Verteiler einen Meter Platz freihalten.
- Regler, Störcode, Druck und Stellung des Notschalters ablesen, nichts schalten.
- Dämmung der Leitungen zum Wohnhaus ansehen, Heizung nicht abschalten.
- Bei Ölgeruch lüften, bei Schwindel den Raum verlassen und 112 wählen.
