Was bei der Wartung am Brenner geschieht
Bei Gas- und Ölheizungen steht der Brenner im Mittelpunkt der Prüfung. Die Fachkraft schaltet das Gerät ab, öffnet es und prüft Zündung, Düse oder Brennerkopf auf Ablagerungen. Sie stellt die Verbrennung neu ein und misst die Abgaswerte. Dabei zeigt sich, ob Gas oder Öl sauber verbrennen und wie viel Wärme im Abgas verloren geht.
Beim Ölbrenner kommen Filter und Düse an die Reihe. Der Ölfilter fängt Schmutz aus dem Tank ab, die Düse zerstäubt das Öl zu feinem Nebel. Beide Teile werden geprüft und bei Bedarf getauscht. Die Pumpe wird kontrolliert, und der Öltank gehört zum Rundgang. Wie Sie den Füllstand dazu ablesen, beschreibt Füllstand am Öltank ablesen ausführlich.
Bei Gasthermen prüft die Fachkraft zusätzlich Gasarmatur, Zündelektrode und Flammenüberwachung. Dazu kommt der Blick auf Siphon und Kondensatablauf. Der Abgasweg wird auf freien Durchgang kontrolliert. All das sind Arbeiten an Gas, Brenner und Elektrik, die niemand ohne Ausbildung ausführt. Der Schornsteinfeger misst die Abgase der Feuerstätte gesondert, seine Messung ersetzt die Prüfung durch den Heizungsbetrieb nicht.
Wärmetauscher, Druck und Wasser
Der Wärmetauscher überträgt die Wärme der Flamme ans Heizwasser.
Ruß, Kalk und Ablagerungen mindern seine Leistung, die Therme braucht dann mehr Brennstoff für dieselbe Wärme. Die Fachkraft reinigt ihn, prüft die Dichtungen und sieht nach, ob das Heizwasser klar und frei von Schlamm ist. Bei Verkalkung kann der Wärmetauscher Geräusche machen, die wie Kochen klingen.
Zum Rundgang gehört auch das Füllwasser. Es muss zur Anlage passen, Maßstab ist VDI 2035. Sauerstoff, Kalk und Schlamm schädigen Heizkörper, Pumpen und Wärmetauscher. Die Fachkraft prüft die Wasserwerte, entlüftet die Anlage und sieht die Pumpe an. Eine Umwälzpumpe, die brummt oder festsitzt, fällt meist erst im Herbst auf, wenn sie wieder anlaufen soll.
Regelung, Heizkurve und Heizkörper
- Die Regelung steuert, wann die Heizung wie warm läuft.
- Die Fachkraft prüft Uhr, Betriebsarten und Heizkurve und sieht nach, ob der Außenfühler richtig misst. Eine falsch eingestellte Heizkurve macht die Räume zu warm oder zu kalt und erhöht den Verbrauch. Auch die Frostschutzfunktion wird kontrolliert, weil sie bei Kälte die Anlage und die Leitungen schützt.
- Sie selbst können vor dem Besuch die Heizkörper prüfen. Drehen Sie die Thermostate auf, fühlen Sie, ob alle warm werden, und entlüften Sie Heizkörper, die oben kalt bleiben. Klemmt ein Thermostatventil nach dem Sommer, hilft Thermostatventil klemmt nach dem Sommer beim Vorgehen. Notieren Sie, welche Heizkörper Probleme machten, damit die Fachkraft gezielt hinsehen kann.
- Fußbodenheizkreise und Verteiler werden ebenfalls angesehen, soweit sie zugänglich sind.
- Das gehört zum vollständigen Rundgang. Stellantriebe, Durchflussanzeigen und Absperrungen am Verteiler sollten sich leicht bewegen lassen. Haben Sie eine Wärmepumpe, gehören Außengerät, Filter und Heizstab zum Rundgang, den eine Kältetechnik-Fachkraft für den Kältekreis übernimmt. Am Kältekreis selbst arbeitet niemand ohne Fachausbildung.

Den Besuch gut vorbereiten
Räumen Sie den Zugang zum Heizraum frei und halten Sie Unterlagen bereit. Dazu zählen Bedienungsanleitung, frühere Berichte und eine Liste dessen, was aufgefallen ist. Legen Sie die Notizen zu Druckverlauf, Fehlermeldungen oder Geräuschen dazu. Mit dieser Mappe weiß die Fachkraft, wo sie anfangen muss, und die Prüfung verläuft zielgerichtet statt im Blindflug.
Vor dem Besuch klären
- Zugang zum Heizraum freiräumen, Anleitung und frühere Berichte bereitlegen.
- Heizkörper prüfen: Welche werden nicht warm, welche gluckern?
- Druck, Fehlermeldungen und Geräusche mit Datum notieren.
- Gas, Brenner, Elektrik und Kältekreis bleiben Sache der Fachkraft.
- Mieter informieren Vermieter oder Hausverwaltung.
