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Heizkörper, Druck und Wasser

Heizung gluckert und klopft

Geräusche in der Heizung klingen dramatischer, als sie meist sind. Gluckern deutet auf Luft, Rauschen auf Strömung, Klopfen auf Spannungen im Rohr oder auf Ablagerungen. Wer Art, Ort und Zeitpunkt des Geräuschs beschreiben kann, hilft der Fachkraft mehr als mit jedem Selbstversuch an der Anlage.

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Hand entlüftet einen Heizkörper am Entlüftungsventil oben, ein Tuch fängt Tropfen auf – Heizung gluckert und klopft

Gluckern und Plätschern im Heizkörper

  • Gluckern ist fast immer Luft im Wasser. Blasen steigen im Heizkörper nach oben und platzen dort am Wasserspiegel, das hören Sie als leises Plätschern. Der Heizkörper wird dabei oben nicht richtig warm. Das Geräusch tritt meist beim Anfahren der Heizung auf, wenn sich Wasser und Luft neu verteilen, und lässt in einem Heizkörper manchmal nach einer Weile nach.

  • Dagegen hilft das Entlüften der betroffenen Heizkörper, soweit sie sich von Hand entlüften lassen. Wie das richtig gemacht wird, beschreibt Heizkörper entlüften Schritt für Schritt mit Schlüssel, Lappen und Reihenfolge. Danach gehört ein Blick aufs Manometer dazu, denn beim Entlüften sinkt der Druck. Gluckert es danach weiter, steckt die Luft an anderer Stelle im Kreis.

  • Luft gelangt auf verschiedenen Wegen in die Anlage. Frisches Füllwasser enthält gelöste Luft, bei Unterdruck zieht die Anlage Luft an Undichtigkeiten, und ein defektes Ausdehnungsgefäß lässt den Druck schwanken. Wer dauernd Luft hat, hat vermutlich ein anderes Problem als einen Heizkörper, und das gehört dann in Fachhände, nicht in den Entlüftungsschlüssel.

Rauschen, Zischen und Pfeifen

Rauschen entsteht, wenn Wasser schnell durch enge Stellen strömt und dabei verwirbelt.

Dazu zählen voll aufgedrehte Thermostatventile, ein zu hoch eingestellter Pumpendruck oder ein Überströmventil. Das Geräusch ist ähnlich wie fließendes Wasser und hörbar an Ventilen und Rohrbögen. Es bleibt unproblematisch, solange alle Heizkörper warm werden und der Druck stimmt.

Pfeifen und Brummen stammen meist von der Umwälzpumpe oder von Ventilen. Eine Pumpe, die lauter wird, läuft vielleicht trocken oder hat Luft im Gehäuse. Das kann sie beschädigen. Schauen Sie, ob das Geräusch mit der Pumpe zusammen auftritt. Eine Pumpe selbst auszutauschen oder abzuschalten, ist keine Laienarbeit, weil dazu Strom und Wasser berührt werden müssten.

Klopfen, Knacken und Schlagen

Knacken beim Aufheizen entsteht durch Dehnung.
Rohre werden warm, dehnen sich und reiben an Schellen oder Mauerdurchführungen. Das ist unbedenklich, wenn es allein in der Phase des Erwärmens oder Auskühlens zu hören ist. Stört es sehr, kann der Fachbetrieb Schellen nachrüsten oder Rohre besser lagern. Selbst Hand anlegen sollten Sie dabei nicht, weil Eingriffe an Rohren die Dichtheit gefährden können.
Hartes Schlagen im Rohr nennt man Wasserschlag.
Es klingt deutlich schärfer als Knacken. Ein schnell schließendes Ventil bremst die Strömung abrupt, und die Druckwelle wandert durch die Leitung. Auch Ablagerungen im Wärmetauscher oder Kalk in der Therme verursachen Kochgeräusche, die wie Klopfen klingen. Solche Geräusche zeigen, dass der Wasserweg nicht frei ist.
Kommt das Klopfen aus der Therme oder dem Kessel, ist Vorsicht geboten.
Kochgeräusche weisen auf zu geringen Durchfluss oder Verkalkung hin, beides kann den Wärmetauscher schädigen. Schalten Sie das Gerät nicht selbst aus und öffnen Sie keine Verkleidung. Schreiben Sie auf, wann das Geräusch einsetzt, und halten Sie den Zeigerstand fest, bevor Sie anrufen.
Hausbesitzerin notiert im Keller den Druck an der Heizungsanlage – Klopfen, Knacken und Schlagen

Was Sie beobachten und melden

Eine gute Beschreibung ist die halbe Diagnose. Notieren Sie, wo das Geräusch auftritt, ob es zum Heizbetrieb oder zur Warmwasserbereitung gehört und ob es gleichmäßig oder stoßweise kommt. Notieren Sie auch Tageszeit und Außentemperatur. Ein Handyvideo mit Ton ersetzt viele Worte. Den Druck lesen Sie am Manometer ab, wie es Heizungsdruck am Manometer richtig ablesen beschreibt.

Geräusche richtig einordnen

  • Gluckern und Plätschern deuten auf Luft, Entlüften hilft meist.
  • Rauschen ist Strömung, solange alle Heizkörper warm werden.
  • Klopfen in der Therme nicht selbst beheben, Verkleidung bleibt zu.
  • Art, Ort und Zeitpunkt des Geräuschs notieren, Druck ablesen.
  • Bei Frost die Heizung laufen lassen und Türen zu Rohrräumen offen halten.

Kalte Räume, kaltes Wasser? Anrufen.

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